Crashtest Windenergiefonds 2003
Der "Crashtest Windenergiefonds 2003" von FondsMedia fand vergleichsweise große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Die Hochrechnung empirischer Betriebskosten bei einheitlichen Sicherheitsabschlägen und potenzielle Auswirkungen auf den Anlageerfolg ermöglichte erstmals eine Indikation dieser Einflußfaktoren.
Um einen "Crashtest" methodisch sinnvoll aufstellen zu können, kommt es darauf an, alle betrachteten Fonds gleichzustellen. Individuell Konzeptelemente bleiben so notwendigerweise unberücksichtigt. Es wird also unabhängig vom konkreten Fondskonzept unterstellt, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt die empirischen Betriebskosten anfallen.
Das Emissionshaus ENERTRAG hat begründet darauf hingewiesen, dass im Rahmen des Fonds "Windfeld Freiheit III" eine "Explosion" der Betriebskosten konzeptionell ausgeschlossen wurde. Hintergrund hierfür sind vertraglich fixierte Kostenblöcke, wonach sich die Vergütung für die Instandhaltung nach der produzierten Strommenge richtet.
Ein erhöhter Instandhaltungsaufwand kann demnach nur bei erhöhter Strommenge entstehen, wodurch Mehrkosten automatisch durch Mehrerlöse deutlich mehr als ausgeglichen würden. Auch werden die Versicherungskosten von der Gesellschaft abgewendet.
Hinzuzufügen ist, dass diese Regelungen unter bestimmten, im Beteiligungsprospekt genannten, Bedingungen aufgehoben werden können. Demzufolge ist es potenziell möglich, dass die Fondsgesellschaft anderweitig agieren muß. Daher erscheint eine szenarische Hochrechnung auf Basis empirischer Kosten prinzipiell angemessen.
Verschiedene Fachleute gaben uns eine Vielzahl von Anregungen
für eine zweite Auflage. So wurden die liquiditätswirksamen
Zuführungen für den Anlagenrückbau den Betriebskosten
hinzugerechnet. Ungeachtet der Plausibilität im Einzelfall
wurden alle sonstigen Kosten - unabhängig von der Zurechenbarkeit
für die Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft
-
ebenfalls grundsätzlich den Betriebskosten hinzugerechnet.
Im Einzelfall kommt es hier im Vergleich zu ersten Auflage
zu nennenswerten Ergebnisvariationen. Der Fonds von ENERTRAG
konnte sich im kombinierten Szenario wesentlich verbessern,
so dass die szenarische Prognose im Vergleich zum Prospektansatz
lediglich einen Prozentpunkt voneinander abweichen.
Abschließend möchte FondsMedia darauf hinweisen, dass für die Beurteilung eines Windenergiefonds sämtliche wichtigen Faktoren wie Standort, Anlagen, Partner u.v.a.m. den notwendigen roten Faden ergeben.
Vergleich geschlossene Fonds Emissionshaus Rendite Steuer Analyse








