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Beginnend im Jahr 2002 hat sich FondsMedia auf die Auswertung von Leistungsbilanzen konzentriert. Die Ergebnisse erlaubten eine Beurteilung der Transparenz und Performance ganzer Anlagesegmente (beispielsweise deutsche Immobilienfonds).
Fondsanalysen bauten im Regelfall auf der Leistungsbilanz auf. Zu den Angaben im Verkaufsprospekt wurden grundsätzlich unterstellt, dass diese vollständig, wahrheitsgemäß und sachgerecht erfolgten (Vertrauensgrundsatz). Wesentliche wirtschaftliche Angaben wurden dann mit externen Marktquellen abgeglichen. Es handelte sich demzufolge um Plausibilitätsprüfungen.
Dieser methodische Ansatz ließ sich etwa bis zum Jahr 2012 aufrechterhalten. Ab dem Jahr 2013 emittierten diverse Emissionshäuser keine neuen Beteiligungsangebote mehr und stellten die Leistungsbilanzdokumentation in der Regel analog hierzu ein.
Im Jahr 2014 bat erstmals eine Großinvestorin FondsMedia, einen Verkaufsprospekt zu einem US-Immobilienfonds auf Fehler hin zu prüfen. Im Gegensatz zur Methodik bis zum Jahr 2012 wurde nunmehr unterstellt, dass sämtliche Prospektangaben zu prüfen sind. Der Vertrauensgrundsatz wandelte sich zum Misstrauensgrundsatz.
Im Zuge zahlreicher ab dem Jahr 2014 erstellten forensischen Prospektanalysen wurden Sachverhalte zum Vorschein gebracht, die FondsMedia bis zum Jahr 2012/2013 nicht für möglich gehalten hätte. Paradebeispiel: Im Zuge einer Fondsanalyse von FondsMedia zu einem Hollandimmobilienfonds im Jahr 2009 wurde seinerzeit zusätzlich zum Verkaufsprospekt ein spezielles Währungsrisikoszenario angefordert. Im Jahr 2017 stellte sich durch eine forensische Prospektanalyse heraus, dass dieses Szenario vorsätzlich falsche Ergebnisse vortäuschte, um die tatsächlichen Risiken zu verdecken. Letztlich deckte erst der Wandel vom Vertrauens- zum Misstrauensgrundsatz eine Vielzahl von massiven Täuschungen auf.