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Herzlich willkommen auf unserer Homepage. Wir bedanken uns für Ihr Interesse an unserem Unternehmen. Vielleicht fragen Sie sich, wofür FondsMedia grundsätzlich steht. Mein Name ist Peter Kastell, ich bin alleiniger Geschäftsführer und Eigentümer von FondsMedia. Im April 1996 begann ich als Vertriebsassistent bei einem damals mittelständischen Hamburger Emissionshaus. Seinerzeit stellten geschlossene Fonds im Regelfall „Steuersparmodelle“ dar. Ich stellte fest, dass die Qualität der Wirtschaftlichkeit der Investition für den Vertriebserfolg nur selten eine Rolle spielte. Transparente Leistungsbilanzen waren eine Rarität.

Im ersten Schritt sammelte ich durch mehrere hundert Gespräche mit freien Vermittlern Erfahrungen über die Vertriebsmentalität. Nach sechs Monaten wurde ich Prokurist und zur Schnittstelle zwischen Konzeption und Vertrieb. Meine Aufgabe bestand darin, die Wirtschaftlichkeit der Beteiligungsangebote anhand unabhängiger Informationen mit zusätzlichen Dokumenten aufzuzeigen. Weiterhin war ich der Ansprechpartner für die damals vorherrschenden Rating-Unternehmen.

Nach dem Börsengang des Emissionshauses, für das ich arbeitete, änderte sich dessen Kultur aus meiner Sicht sehr negativ. Im Interesse des Aktienkurses wurden Beteiligungsangebote offeriert, die sich nach meiner Auffassung jeglicher Seriosität entzogen. Also gründete ich Anfang 2002 FondsMedia.

Wir begannen damit, die Ergebnisse möglichst vieler Leistungsbilanzen in eigenen Datenbanken nachzuhalten und auszuwerten. Mein Ziel war es, die tatsächliche Performance geschlossener Fonds beurteilen zu können. Im Jahr 2002 fielen die Ergebnisse für ganze Anlagesegmente desaströs aus, die Studienveröffentlichungen lösten daher wenig Freude bei einigen Emissionshäusern aus. Der Datenfundus aus nunmehr etwa zwanzig Jahren ist natürlich bei der Analyse von Verkaufsprospekten überaus hilfreich.

Den Markt für geschlossene Fonds gibt es nicht mehr. Der Gesetzgeber hat gut daran getan, einfache Möglichkeiten für das Geldeinsammeln deutlich zu reduzieren. Zwar tummeln sich alte Bekannte noch in einigen Nischen, doch das große Geschäft ist passé. Hauptgrund dafür ist, dass praktisch jeder zweite Euro in einem Schiff landete und die Schifffahrtsmärkte seit dem Jahr 2008 überbaut sind. Es sind Milliardenverluste durch Insolvenzen entstanden. Hier zeigt sich, dass es wichtiger war, Emissionskapital auch bei Höchstpreisen und prallen Orderbüchern einzusammeln als angesichts der Marktrisiken ganz einfach mal zu pausieren. Ich selbst habe bis zum Jahr 2012 geglaubt, dass sich zumindest die seriösen Emissionshäuser anlegerorientiert verhalten werden. Das tue ich schon lange nicht mehr, denn viele Reedereien und Emissionshäuser hatten ebenso wie diverse schiffsfinanzierende Banken ausschließlich die eigenen Interessen im Blick.

Mit meinem heutigen Wissen ergibt die ex-ante-Lektüre vieler Verkaufsprospekte, dass die „Nach mir die Sintflut“-Einstellung keine Ausnahme, sondern nahezu durchgängig die alltägliche Praxis darstellte. Mich interessieren dabei die Fälle, in denen Anlegern falsche Fakten serviert wurden, Informationen weggelassen wurden - bis hin zur Aufdeckung gefälschter Dokumente. Da die faktenstringente Methodik von FondsMedia der gerichtsmedizinischen Verfahrensweise ähnelt, heißen die Analysen daher heute „forensische Prospektanalysen“.